NAME: Shishkin Vasiliy Vladimirovich
Geburtsdatum: 24. April 1972
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 96 Tage in der Untersuchungshaftanstalt, 497 Tage Unter Hausarrest, 2 Tage in der Kolonie
Derzeitige Einschränkungen: Haftanstalt
Satz: eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren mit Verbüßung im Straflager des allgemeinen Regimes, verbunden mit dem Verbot, für 5 Jahre organisatorische Tätigkeiten in gesellschaftlichen oder religiösen Organisationen auszuüben, sowie mit einer Freiheitsbeschränkung von 1 Jahr
Freiheitsstrafe: An Juli 2031
Aktueller Standort: Detention Center № 3, Kemerovo Region

Shishkin Vasiliy Vladimirovich, born 1972, Detention Center № 3, Kemerovo Region, Ul. Palchikova, 16, Mariinsk, Kemerovo Region, 652154

Unterstützungsschreiben können per Post oder über die ZT systemgesendet werden.

Hinweis: Die Erörterung von Themen im Zusammenhang mit der Strafverfolgung ist in Briefen nicht erlaubt; Andere Sprachen als Russisch werden nicht bestanden.

Biographie

Wasilij Schischkin geriet im Januar 2025 ins Visier der Strafverfolgung. Er verlor nicht nur die Bewegungsfreiheit, sondern auch die Möglichkeit, mit seiner eigenen Frau Irina zu sprechen: Der Mann wurde unter Hausarrest gestellt, wodurch das Ehepaar gezwungen war, getrennt zu leben. Ein Jahr später wurde auch Irina, die Ehefrau des Gläubigen, des Extremismus beschuldigt.

Wasilij wurde im April 1972 in Prokopjewsk (Gebiet Kemerowo) geboren. Er hat einen jüngeren Bruder. Ihre Mutter arbeitete als Krankenschwester, lebt jedoch nicht mehr. Der Vater ist Bergarbeiter, Reisender und Dichter, der der orthodoxen Kirche angehört und in einer abgelegenen Klause lebt.

Die Eltern von Wasilij ließen sich scheiden, als er 8 Jahre alt war. Seine Großmutter zog ihn groß, während der jüngere Bruder beim Vater und der Stiefmutter aufwuchs. Manchmal versuchten sie, gemeinsam als Familie zu leben. Als Kind war Wasilij sportlich aktiv: Er besuchte Schwimmkurse, spielte Hockey und Fußball. Sein Vater nahm ihn mit zu Wildwasserfahrten auf Gebirgsflüssen und vermittelte ihm so die Liebe zur Natur. Bis heute fährt er gern Fahrrad, macht Zeltwanderungen, geht angeln und sammelt Pilze.

Nach dem Abschluss des Bergbautechnikums arbeitete Wasilij ein halbes Jahr im Bergwerk. Später absolvierte er Kurse als Tischler und Masseur. Im Laufe seines Lebens war er in verschiedenen Bereichen tätig: als Bäcker, Schlosser, Verkäufer, Lagerarbeiter, Fleischhacker und Hausmeister.

In seiner Jugend, so berichtet Wasilij, „fühlte ich oft Leere, Sinnlosigkeit und Angst“. Gründe dafür waren unter anderem die strenge Erziehung durch den Vater und familiäre Streitigkeiten. Die Bibel half ihm, den Sinn des Lebens zu erkennen und Hoffnung zu gewinnen. 1998 wurde er Zeuge Jehovas.

Im Jahr 2013 heiratete Wasilij Irina. Sie hat eine Ausbildung im Bereich Buchhaltung und Pharmazie und arbeitet in einer Apotheke. Das Ehepaar verbindet gemeinsame Werte und Lebenseinstellungen. Beide verbringen gern Zeit in der Natur. Wasilij zeichnet außerdem gern und schreibt gelegentlich Gedichte.

Die Hausdurchsuchung, Vernehmung und der Arrest wirkten sich negativ auf den emotionalen Zustand von Wasilij aus. Im Sommer 2026 schickte das Gericht den Gläubigen für 6 Jahre in ein Straflager des allgemeinen Regimes. Einen Monat später erhielt Irina ebenfalls ein Urteil – 4 Jahre auf Bewährung.

Fallbeispiel

Im Januar 2025 wurde gegen Wassili Schischkin aus Prokopjewsk ein Strafverfahren nach dem Artikel über die Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Organisation eingeleitet. Anlass dafür waren seine Gespräche mit Anwohnern über biblische Themen. Im Haus von Wassili und seiner Frau Irina fand eine Hausdurchsuchung statt, die Gläubigen wurden in der Ermittlungsbehörde vernommen. Wassili wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht und zwei Tage später unter Hausarrest gestellt. Im Dezember 2025 kam der Fall vor Gericht. Kurz darauf wurde auch Irina strafrechtlich verfolgt. Im Juni 2026 wurde Wassili zu 6 Jahren Straflager verurteilt.
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