NAME: Shishkin Vasiliy Vladimirovich
Geburtsdatum: 24. April 1972
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
In Gewahrsam genommen: 2 Tage in der vorläufigen Haftanstalt, 78 Tage in der Untersuchungshaftanstalt, 497 Tage Unter Hausarrest
Derzeitige Einschränkungen: Haftanstalt
Satz: Strafe von 6 Jahren Freiheitsentzug mit Verbüßung im Straflager des allgemeinen Vollzugsmodus
Aktueller Standort: Detention Center No.1 for Kemerovo Region

Shishkin Vasiliy Vladimirovich, born 1972, Detention Center No.1 for Kemerovo Region, Kuznetsky prospect, 174, Kemerovo, Kemerovo Region, 650051

Unterstützungsschreiben können per Post oder über die ZT systemgesendet werden.

Hinweis: Die Erörterung von Themen im Zusammenhang mit der Strafverfolgung ist in Briefen nicht erlaubt; Andere Sprachen als Russisch werden nicht bestanden.

Biographie

Wassili Schischkin wurde im Januar 2025 strafrechtlich verfolgt. Er verlor nicht nur die Bewegungsfreiheit, sondern auch die Möglichkeit, mit seiner eigenen Ehefrau, Irina, zu kommunizieren: Der Mann wurde unter Hausarrest gestellt, weshalb die Eheleute gezwungen waren, getrennt zu leben. Ein Jahr später wurde auch die Ehefrau des Gläubigen der Extremismusvorwürfe beschuldigt.

Wassili wurde im April 1972 in Prokopjewsk (Gebiet Kemerowo) geboren. Er hat einen jüngeren Bruder. Ihre Mutter arbeitete als Krankenschwester, sie lebt nicht mehr. Der Vater ist Bergarbeiter, Reisender und Dichter, er bekennt sich zur orthodoxen Religion und lebt zurückgezogen in einer Klosterstätte.

Die Eltern von Wassili ließen sich scheiden, als er acht Jahre alt war. Er wurde von der Großmutter erzogen, sein jüngerer Bruder wuchs beim Vater und der Stiefmutter auf. Manchmal versuchten sie, gemeinsam zu wohnen. In seiner Kindheit betrieb Wassili aktiv Sport: Er ging zum Schwimmen, spielte Hockey und Fußball. Der Vater nahm ihn auf Raftingtouren in Gebirgsflüsse mit und weckte damit seine Liebe zur Natur. Bis heute fährt er gern Fahrrad, macht Zeltwanderungen, angelt und sammelt Pilze.

Nach dem Abschluss eines Bergbautechnikums arbeitete Wassili ein halbes Jahr im Bergwerk. Später absolvierte er Schreiner- und Massagekurse. Im Laufe seines Lebens war er in verschiedenen Bereichen tätig: als Bäcker, Schlosser, Verkäufer, Lastenträger, Fleischhacker und Hausmeister.

In seiner Jugend, so sagt Wassili, „spürte ich oft Leere, Sinnlosigkeit und Angst“. Gründe dafür waren unter anderem die strenge Erziehung durch den Vater und familiäre Streitigkeiten. Durch die Bibel erkannte er den Sinn des Lebens und fand Hoffnung. 1998 wurde er Zeuge Jehovas.

2013 heiratete Wassili Irina. Sie hat eine Ausbildung als Buchhalterin und Pharmazeutin und arbeitet in einer Apotheke. Die Eheleute verbindet ein gemeinsames Werteverständnis und eine ähnliche Sicht auf das Leben. Sie verbringen gerne Zeit in der Natur. Wassili malt außerdem gern und schreibt manchmal Gedichte.

Hausdurchsuchung, Vernehmung und Arrest wirkten sich negativ auf das emotionale Befinden von Wassili aus. Im Sommer 2026 schickte das Gericht den Gläubigen für sechs Jahre in ein Straflager des allgemeinen Regimes, und einen Monat später wurde das Urteil auch gegen Irina gefällt – vier Jahre auf Bewährung.

Fallbeispiel

Im Januar 2025 wurde gegen Wassili Schischkin aus Prokopjewsk ein Strafverfahren nach dem Artikel über die Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Organisation eingeleitet. Anlass dafür waren seine Gespräche mit Anwohnern über biblische Themen. Im Haus von Wassili und seiner Frau Irina fand eine Hausdurchsuchung statt, die Gläubigen wurden in der Ermittlungsbehörde vernommen. Wassili wurde ins Untersuchungsgefängnis gebracht und zwei Tage später unter Hausarrest gestellt. Im Dezember 2025 kam der Fall vor Gericht. Kurz darauf wurde auch Irina strafrechtlich verfolgt. Im Juni 2026 wurde Wassili zu 6 Jahren Straflager verurteilt.
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