NAME: Severinchik Kirill Arturovich
Geburtsdatum: 30. März 1997
Aktueller Stand in der Strafsache: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (2), 282.2 (1.1)
Derzeitige Einschränkungen: Anerkennungsvereinbarung
Satz: eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren, die Freiheitsstrafe gilt als auf Bewährung mit einer Probezeit

Biographie

Kirill Sewerintschik aus Surgut wurde nach seinem Vater Artur ebenfalls wegen seines Glaubens verfolgt. Im Jahr 2019 wurden sie bei großen Hausdurchsuchungen der Ermittlungsbeamten in den Wohnungen der Zeugen Jehovas brutal zusammengeschlagen. Mehr als vier Jahre später geriet der junge Mann selbst wegen seiner Glaubensausübung ins Visier der Strafverfolgung.

Kirill wurde im März 1997 in Surgut geboren. Er hat drei Schwestern. Der Vater arbeitete als Kranfahrer und Fahrer, die Mutter als Friseurin.

Wie viele Jungen fuhr Kirill in seiner Kindheit gern Fahrrad, lötete und reparierte verschiedene Dinge. Er interessierte sich dafür, wie technische Geräte funktionieren. Diese Leidenschaft prägte seine spätere Berufswahl. Er schloss eine Ausbildung als Mechaniker für Mess- und Steuergeräte sowie als Elektroinstallateur mit dem dritten Qualifikationsgrad ab.

Seit 2018 arbeitet Kirill als Elektromechaniker für Aufzugtechnik. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Software, unter anderem für 3D-Modellierung, repariert elektronische Geräte und entwickelt verschiedene Apparate. Sein Wissen teilt er großzügig und hilft Freunden bei der Wartung und Einrichtung von Technik. Außerdem verbringt Kirill gern Zeit mit seiner Familie und unterstützt seine Eltern zu Hause und auf dem Datscha-Grundstück.

Seit seiner Kindheit gaben die Eltern Kirill biblische Werte mit auf den Weg, und als Erwachsener erkannte er persönlich, dass die Anwendung dieser Prinzipien Vorteile bringt und glücklich macht. Je mehr er über das Geschick des Schöpfers nachdachte, desto dankbarer war er Gott dafür, dass auch er selbst etwas erschaffen darf.

Auch angesichts der Strafverfolgung bleibt Kirill zuversichtlich. Dabei helfen ihm das Vorbild seines Vaters und anderer Zeugen Jehovas, die ebenfalls wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Fallbeispiel

Im Februar 2019 wurde nach einer Reihe von Hausdurchsuchungen in Surgut, die von Folter und Misshandlungen begleitet waren, Jewgeni Kosak wegen seiner Glaubenspraxis zum Beschuldigten in einem Strafverfahren. Man warf ihm die Beteiligung an einer extremistischen Organisation sowie deren Finanzierung vor. Später führten Ermittlungsbeamte im Rahmen dieses Strafverfahrens weitere Hausdurchsuchungen bei Zeugen Jehovas durch. Das Verfahren gegen Kosak und das Verfahren gegen 18 andere Gläubige wurden separat geführt. Im Juli 2023 wurden auch Walentina Alexejewa und Kirill Sewerintschik nach dem Paragraphen zur Beteiligung an einer extremistischen Organisation strafrechtlich verfolgt, während Juri und Roman Chorikow der Organisation und Finanzierung der Aktivitäten beschuldigt wurden. Im Februar 2025 gelangte das Verfahren vor Gericht, die Verhandlungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Im Juni 2026 verurteilte das Gericht alle Angeklagten zu Bewährungsstrafen: 6,5 Jahre für Juri Chorikow, 6 Jahre und 4 Monate für Roman Chorikow, 5 Jahre für Walentina Alexejewa und 4 Jahre für Kirill Sewerintschik.
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