Biographie
Kirill Sewerintschik aus Surgut wurde nach seinem Vater Artur ebenfalls wegen seines Glaubens verfolgt. Im Jahr 2019 wurden sie bei großen Hausdurchsuchungen der Ermittlungsbeamten in den Wohnungen der Zeugen Jehovas brutal zusammengeschlagen. Mehr als vier Jahre später geriet der junge Mann selbst wegen seiner Glaubensausübung ins Visier der Strafverfolgung.
Kirill wurde im März 1997 in Surgut geboren. Er hat drei Schwestern. Der Vater arbeitete als Kranfahrer und Fahrer, die Mutter als Friseurin.
Wie viele Jungen fuhr Kirill in seiner Kindheit gern Fahrrad, lötete und reparierte verschiedene Dinge. Er interessierte sich dafür, wie technische Geräte funktionieren. Diese Leidenschaft prägte seine spätere Berufswahl. Er schloss eine Ausbildung als Mechaniker für Mess- und Steuergeräte sowie als Elektroinstallateur mit dem dritten Qualifikationsgrad ab.
Seit 2018 arbeitet Kirill als Elektromechaniker für Aufzugtechnik. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Software, unter anderem für 3D-Modellierung, repariert elektronische Geräte und entwickelt verschiedene Apparate. Sein Wissen teilt er großzügig und hilft Freunden bei der Wartung und Einrichtung von Technik. Außerdem verbringt Kirill gern Zeit mit seiner Familie und unterstützt seine Eltern zu Hause und auf dem Datscha-Grundstück.
Seit seiner Kindheit gaben die Eltern Kirill biblische Werte mit auf den Weg, und als Erwachsener erkannte er persönlich, dass die Anwendung dieser Prinzipien Vorteile bringt und glücklich macht. Je mehr er über das Geschick des Schöpfers nachdachte, desto dankbarer war er Gott dafür, dass auch er selbst etwas erschaffen darf.
Auch angesichts der Strafverfolgung bleibt Kirill zuversichtlich. Dabei helfen ihm das Vorbild seines Vaters und anderer Zeugen Jehovas, die ebenfalls wegen ihres Glaubens verfolgt werden.
