Name: Pyzhov Leonid Vyacheslavovich
Geburtsdatum: 14. September 1973
Aktuelle Verfahrensstellung: Verurteilte Person
Artikel des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation: 282.2 (1)
verbrachte in Haft: 1 Tag in der vorläufigen Haftanstalt, 174 Tage im Untersuchungsgefängnis, 182 Tage unter Hausarrest, 68 Tage im Straflager
Gerichtsurteil: Strafe: 6 Jahre Freiheitsentzug mit Verbüßung im Straflager, Entzug des Rechts, Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Arbeit öffentlicher und religiöser Organisationen auszuüben, für 5 Jahre sowie Einschränkung der Freiheit für 1 Jahr.
Freiheitsstrafe: von_bis August 2031
Aktueller Aufenthaltsort: Correctional Colony № 13, Sverdlovsk Region

Pyzhov Leonid Vyacheslavovich, born 1973, Correctional Colony № 13, Sverdlovsk Region, ul. Kulibina, 61, Nizhniy Tagil, Sverdlovsk Region, 622013

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Hinweis: Die Erörterung von Themen im Zusammenhang mit der Strafverfolgung ist in Briefen nicht erlaubt; Andere Sprachen als Russisch werden nicht bestanden.

Biografie

Leonid Pyschow aus Omsk arbeitete beim Sozialtaxi – einer Einrichtung, die bedürftige Menschen sowie Personen, die sich nicht selbstständig fortbewegen können, kostenlos oder vergünstigt befördert. Als Zeuge Jehovas sprach er auch mit anderen über die Bibel und wurde deswegen strafrechtlich verfolgt. Das Gericht verurteilte ihn zu Zwangsarbeit, doch das Berufungsgericht verschärfte das Urteil: sechs Jahre im Straflager.

Leonid wurde 1973 in der Stadt Kurgan geboren. Er hat einen jüngeren Bruder und eine Schwester. Ihre Mutter ist jetzt im Ruhestand und lebt allein.

In seiner Jugend interessierte sich Leonid für verschiedene Kampfsportarten. Nach der Schule besuchte er ein Bautechnikum und lernte Mechaniker. Bis zu seiner Festnahme, bereits in Omsk, wohin er mit seiner Frau gezogen war, arbeitete er als Fahrer beim Sozialtaxi und als Leiter einer Waren-Ausgabestelle.

Leonid macht gern etwas mit den Händen, zum Beispiel Tischlerarbeiten oder Pflanzenzucht. Er plante, ein Haus zu bauen.

Schon in jungen Jahren beschäftigte sich Leonid mit Fragen über Gott und Jesus Christus. Nachdem er die Evangelien selbst gelesen hatte, kam er zu dem Schluss: Wer ein Jünger Jesu sein will, muss das, was er erfahren hat, mit anderen teilen. Eines Tages klopften Zeugen Jehovas an Leonids Tür und boten ihm an, die Bibel zu studieren. In ihr fand er Antworten auf die für ihn wichtigen Fragen. 1995 wurde Leonid Zeuge Jehovas.

Seine spätere Ehefrau Tatjana lernte Leonid unter Mitgläubigen kennen. Sie heirateten 1996.

Im März 2024 fand bei ihnen eine Hausdurchsuchung statt. Leonid wurde festgenommen und zunächst in eine Arrestzelle, später ins Untersuchungsgefängnis gebracht. Laut Tatjana bedeutet die Trennung von ihrem Mann für sie großen Kummer.

Die Angehörigen machen sich Sorgen um Leonid und warten auf seine Rückkehr nach Hause. Sie beschreiben ihn als liebevollen Menschen, fern von Gewalt und Extremismus. Nach ihrer Aussage wird Leonid nur verfolgt, weil er an Gott glaubt und die Bibel liest.

Überblick

Im März 2024 führten Ermittlungsbeamte in Omsk Hausdurchsuchungen bei Zeugen Jehovas durch; Dutzende Gläubige wurden verhört. Während der Hausdurchsuchungen wurden Sergei Rygajew und Leonid Pyschow misshandelt. Die Männer kamen ins Untersuchungsgefängnis. Weil sie im Freundeskreis aus der Bibel lasen, warf man ihnen die Organisation der Tätigkeit einer extremistischen Organisation vor.

Im August desselben Jahres wurden Sergei und Leonid unter Hausarrest gestellt, der nach einem halben Jahr durch ein Verbot bestimmter Handlungen ersetzt wurde. Das Gerichtsverfahren begann Ende November 2025. Aufgrund des Stresses stieg bei Leonid Pyschow wiederholt der Blutdruck, einmal musste er wegen einer hypertensiven Krise ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Im April 2026 sprach das Gericht gegen die beiden Gläubigen ein Urteil zu Zwangsarbeit aus. Im August desselben Jahres verschärfte das Berufungsgericht das Strafmaß und verhängte jeweils 6 Jahre Freiheitsstrafe im Straflager.

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