Biographie
Im Jahr 2020 wurde der Landschaftsgestalter Viktor Tschernow aus dem Dorf Tawritschanka wegen seines Glaubens an Jehova strafrechtlich verfolgt. In seinem Haus fand eine Hausdurchsuchung statt, ein Jahr später verstarb seine Ehefrau, und wiederum ein Jahr danach wurde gegen ihn ein Strafverfahren eröffnet, wodurch er seinen Arbeitsplatz verlor.
Viktor wurde im April 1963 in Wladiwostok geboren. Sein Vater arbeitete als Tischler und Zimmermann, die Mutter war Hausfrau und verdiente zusätzlich als Nachtwächterin. Die Familie bestand aus 10 Kindern – 5 Jungen und 5 Mädchen.
Als Kind begeisterte sich Viktor für Fußball, ging gerne angeln und unternahm Wanderungen. Später blieb seine Liebe zur Natur und zum Meer erhalten – er zieht es vor, Nadelpflanzen zu züchten, mit dem Boot zu Inseln zu reisen, Fische zu fangen und im Herbst mit Freunden in die Taiga zu fahren.
Viktor hat einen Abschluss in einem Fachberuf. Mit 15 Jahren begann er zu arbeiten. Zwei Jahre diente er in der Armee, wo er den Beruf des Maurers erlernte. Später erwarb er noch 6 weitere Qualifikationen. Acht Jahre war er als Seemann tätig.
In den 1970er Jahren lernten Viktors Eltern die Bibel kennen und vermittelten ihren Kindern christliche Werte. Viktor erinnert sich: „Meine Eltern liebten es immer, in der Bibel zu lesen. Sie war ihr ständiger Begleiter, und natürlich teilten sie gerne das, was darin steht.“ So schlugen alle 10 Kinder den christlichen Lebensweg ein.
Die Beobachtung der Natur brachte Viktor dazu, über Gott und seine Schöpfung nachzudenken. Er erinnert sich: „Als ich auf dem Meer unterwegs war, sah ich Wale, Delfine, Orcas, Pinguine und viele verschiedene Vögel. Ich liebte es, in die Sterne zu schauen und sie zu bewundern.“ Das motivierte ihn, die Bibel genauer zu erforschen. Seine zukünftige Frau Jewgenija teilte seine Ansichten. 1993 heirateten sie und entschlossen sich, Zeugen Jehovas zu werden.
Jewgenija arbeitete als Elektrikerin. Wie Viktor liebte sie es, Blumen und Nadelpflanzen zu züchten. Die Eheleute waren 28 Jahre verheiratet und zogen einen Sohn groß. In der Zeit nach dem Tod seiner Frau sagt Viktor: „Es ist nicht leicht, verwitwet zu sein. Ich habe es immer geliebt, mich um meine Ehefrau und meinen Sohn zu kümmern.“
Familie und Freunde machen sich Sorgen um Viktor und unterstützen ihn. Trotz gesundheitlicher Probleme verliert er nicht den Mut und bewahrt sich eine positive Einstellung.
