In Wladikawkas wurden Hausdurchsuchungen bei Zeugen Jehovas im Rahmen eines neuen Strafverfahrens wegen ihres Glaubens durchgeführt. Drei Gläubige stehen unter Hausarrest
Nordossetien-AlanienAm 10. Juli 2026 führten Ermittlungsbeamte in Wladikawkas Hausdurchsuchungen an mehreren Adressen durch und vernahmen 16 Zeugen Jehovas. Drei von ihnen – Chetag Dschanaew sowie das Ehepaar Saur und Zarema Tawitow – kamen ins Polizeigewahrsam. Am 12. Juli stellte das Gericht sie unter Hausarrest.
Die Hausdurchsuchungen begannen früh am Morgen gleichzeitig in mehreren Wohnungen. Eine davon dauerte mehr als 10 Stunden. Bei den Gläubigen wurden elektronische Geräte und Datenträger, darunter Mobiltelefone und eine Kamera, sowie persönliche Aufzeichnungen, Bibeln und Bankkarten beschlagnahmt.
Diese Zeugen Jehovas sind nicht die ersten in der Republik, die wegen ihres Glaubens strafrechtlich verfolgt werden. Sabina Albegowa aus Wladikawkas steht seit Oktober 2025 unter Ermittlungen (ihr Fall wird bereits vor Gericht verhandelt) und seit April 2026 befindet sich Kristina Basrowa in einer ähnlichen Lage.

