In Sewersk fanden erneut Hausdurchsuchungen bei Zeugen Jehovas statt — zum zweiten Mal in den letzten drei Wochen.
Gebiet TomskAm frühen Morgen des 7. Juli 2026 führten Ermittlungsbeamte bei mindestens drei Familien von Gläubigen Hausdurchsuchungen durch. Der Einsatz betraf unter anderem Andrei Ledjajkin und Andrei Kolesnitschenko, die wegen ihres Glaubens zu Bewährungsstrafen verurteilt worden waren.
Die Gläubigen wurden zur Vernehmung mitgenommen und anschließend freigelassen. Bei der Familie Kolesnitschenko beschlagnahmten die Ermittlungsbeamten Bibeln, elektronische Geräte und Karten mit Bibelzitaten. Die Ermittlungen leitete die Ermittlerin Varwara Jagowkina vom Ermittlungsbüro für den geschlossenen Verwaltungsbezirk der Stadt Sewersk des Ermittlungsausschusses der Russischen Föderation für das Gebiet Tomsk.
Beim vorherigen Einsatz im Juni 2026 waren in Sewersk 11 Gläubige von Hausdurchsuchungen betroffen, darunter zwei ehemalige Gewissensgefangene.
Die erneute Strafverfolgung von Zeugen Jehovas, die bereits eine Strafe für ihre Religionsausübung verbüßt haben, ist inzwischen zur Regel geworden. In einer ähnlichen Situation befinden sich zum Beispiel Alexander Bondarchuk aus Kemerowo, der Bewohner von Kostroma Dmitri Terebilow, der Moskauer Alexander Serebrjakow und Oleg Postnikow aus Birobidschan.



